Politik vor Ort – Politikerinnen der FDP informieren sich im Klinikum Lippe über die Gesundheitsversorgung und die Nachwuchsförderung

Susanne Schneider, FDP-Landtagsabgeordnete aus Schwerte und gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion NRW und Martina Hannen, FDP-Landtagsabgeordnete aus Lage und Sprecherin für schulische Berufs- und Weiterbildung der FDP-Landtagfraktion NRW besuchen das Klinikum Lippe. Sie interessieren sich für die Themen Gesundheitsversorgung und Fachkräftesituation im ländlichen Raum.

v.l.n.r.: Prof. Dr. Christoph Redecker, Dr. Johannes Hütte, Martina Hannen, Susanne Schneider, Andreas Zeisberg, Dr. Helmut Middeke, PD Dr. Johannes Tebbe

Eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung sowie die Stärkung der beruflichen Bildung sind Hauptfachbereiche der beiden FDP- Landtagsabgeordneten, Susanne Schneider und Martina Hannen. Ziel ihres Besuches des Klinikum Lippe ist der Austausch zur Situation in Medizin und Pflege und bei der Fachkräftegewinnung.

„Die zunehmenden Strukturvorgaben und Neuregelungen seitens des Gesetzgebers und die angespannte Fachkräftelage insgesamt gehen auch an Lippe nicht spurlos vorüber“, informiert Dr. Johannes Hütte, Geschäftsführer des Klinikums. „Die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind für die Krankenhäuser insgesamt sehr groß, aber das Klinikum Lippe befindet sich auf Konsolidierungs- und gleichzeitig auf Wachstumskurs“, fasst er die jüngste Entwicklung zusammen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor sei dabei die sektorenübergreifende Vernetzung mit den medizinischen Partnern der Region.

Während des Gespräches überzeugen sich die FDP-Politikerinnen auch vom großen Engagement des Klinikum Lippe im Hinblick auf die Förderung des Fachkräftenachwuchses in Medizin und Pflege. „Das Klinikum gehört zu den größten Ausbildungsbetrieben der Region“, erklärt Andreas Zeisberg, Pflegedirektor des Klinikums. Kooperationsvereinbarungen für die Hebammenausbildung, die Etablierung der Ausbildung von Pflegeassistenten und Medizinisch-technischen Radiologieassistenten sowie Angebote von Teilzeitausbildung und Bachelorstudiengängen in Pflegeberufen und in der Physiotherapieausbildung seien nur einige Beispiele, wie das Klinikum Lippe einen möglichen Fachkräftemangel begegnet.

„Zudem kümmern wir uns über das Lehrkrankenhaussekretariat ganz intensiv um den Medizinernachwuchs“, erläutern die Ärztlichen Direktoren, PD Dr. Johannes Tebbe und Prof. Dr. Christoph Redecker unisono. „Wir begleiten die angehenden Mediziner durch alle Phasen der studentischen Ausbildung und bieten den jungen Assistenzärzten Facharzt- und Zusatzweiterbildungen.“

Unter der Marke „MED in Lippe“ arbeiten das Klinikum Lippe und niedergelassene Ärzte der Region zusammen für die Nachwuchsgewinnung im stationären und ambulanten Bereich. „Diese Kooperation ist beispielhaft für ganz Deutschland und ermöglicht den Medizinstudenten und den jungen Medizinern Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten auf hohem Niveau“, ergänzt Dr. Helmut Middeke, Medizinischer Geschäftsführer des Klinikums. „Und auch die Tatsache, dass das Klinikum Teil der Medizinischen Fakultät OWL der Universität Bielefeld ist, stellt einen wertvollen Beitrag zur Zukunftssicherung der Patientenversorgung und der Ärztebindung in Ostwestfalen-Lippe dar“, hebt er hervor.

„Das umfangreiche Engagement des Klinikums Lippe in der Ausbildung ist vorbildlich. Gerade die Teilzeitausbildung sowohl in der Pflege als auch im ärztlichen Bereich macht den Einstieg in einen Gesundheitsberuf attraktiver“, lobt Susanne Schneider MdL. „Und dass das Klinikum Lippe zudem eine Betriebs-Kita anbietet, erleichtert die Vereinbarung von Familie und Beruf. Solche Anstrengungen brauchen wir, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.“

„Um auch weiterhin ausreichend Ärztinnen und Ärzte für die Arbeit in unserem Kreis gewinnen zu können, ist der zukünftige Status als Universitätsklinikum ein großer Erfolg für das Klinikum und die ganze Region. Dass das Klinikum Lippe hier zum Zuge gekommen ist, ist kein Zufall, sondern Ergebnis der hervorragenden Arbeit hier in Lippe“, so Martina Hannen MdL.