Labornachwuchs ist bestens auf berufliche Herausforderungen vorbereitet

Lemgo. Am 16.08.2017 wurden die Schüler des Kurses 2014-2017 der MTLA-Schule Lippe in einem Festakt am Klinikum Lippe anlässlich ihres bestandenen MTLA-Examens sowie ihrer bestandenen Fachhochschulreifeprüfung geehrt.

Der Begriff MTLA steht für den Beruf: Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in. MTLA fertigen selbstständig und eigenverantwortlich diagnostische Befunde im Bereich der Laboratoriumsmedizin an.  Auf Basis dieser Befunde erstellen Ärzte Krankheitsdiagnosen und Therapievorschläge. MTLA arbeiten in Krankenhäusern, niedergelassenen Laborarztpraxen, Untersuchungsämtern, Forschung und Industrie.

Aktuelle Herausforderungen unserer Gesellschaft stellen auch die Laboratoriumsmedizin vor neue Aufgaben. MTLA spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie zur Diagnostik mikrobiologischer Erkrankungen wie der Tuberkulose oder seltener Blutkrankheiten wie der Sichelzellanämie entscheidend beitragen. Auch der stetig steigende Bedarf an Hygieneuntersuchungen aufgrund veränderter Hygienestandards sorgt für einen wachsenden Arbeitsmarkt im Bereich der Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenz.

Beste Voraussetzungen für die frisch examinierten MTLA, die sich in ihrer 3jährigen Ausbildung nicht nur fachlich, sondern auch durch neue kompetenzorientierte Lernkonzepte persönlich weiterentwickelten.

Durch die Kooperation mit dem Lüttfeld Berufskolleg in Lemgo haben die Absolventen innerhalb der Ausbildung zusätzlich den Fachhochschulreifeabschluss erworben. Dieses in Deutschland einmalige Modell im Bereich der MTLA-Ausbildung ermöglicht den Schülern,  nach der Berufsausbildung ein Studium aufzunehmen. Diese Möglichkeit zum Studieren nutzen einige Absolventen. Sie beginnen im Oktober ihr Studium z.B. im Bereich der Biochemie, Medizin- und Gesundheitstechnologie sowie chemischen Forensik. Aber auch die anderen frischgebackenen MTLA haben nach der anstrengenden Examenszeit keine lange Ruhepause. Bereits zum 01. September werden sie sehnsüchtig von ihren neuen Arbeitgebern erwartet.