Klinik für Neurologie erneut als MS-Schwerpunktzentrum zertifiziert

Exzellente Versorgung vor Ort für Multiple-Sklerose-Patienten

Lemgo. Die Klinik für Neurologie unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Christoph Redecker erhielt erneut das Zertifikat „MS-Schwerpunktzentrum“ der dmsg – Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V.

Seit 2007 stellt sich die Klinik regelmäßig den strengen Anforderungen der Zertifizierung und wird nach den Vergabekriterien der Gesellschaft beurteilt und ausgezeichnet – anfangs als „MS-Zentrum“, seit 2015 als „MS-Schwerpunktzentrum“.

Die Klinik für Neurologie betreut über 500 Patienten mit Multipler Sklerose. Das bedeutet: Mehr als 3.500mal im Jahr kümmern sich Ärzte, Pflegepersonal und Therapeuten um das Wohl dieser chronisch erkrankten Menschen. „Wichtig ist uns eine langfristige und geduldige Zusammenarbeit mit den Patienten und ihren Haus- und Nervenärzten“, sagt Dr. Christoph Schattenfroh, Oberarzt der Klinik und Leiter der MS-Ambulanz. Die kontinuierliche Betreuung einer Mindestzahl von Patienten ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Auszeichnung.

Weitere wichtige Kriterien sind die Qualifizierung und die Erfahrung des medizinischen Personals. Prof. Dr. Christoph Redecker weiß: „Die moderne MS-Diagnostik und -therapie erfordert eine umfassende Expertise im stationären und ambulanten Bereich.“ Multiple Sklerose ist eine chronische Erkrankung mit ganz individuellem Verlauf. Deshalb ist es für jeden Betroffenen besonders wichtig, die für ihn bestmögliche Versorgung zu finden. Das dmsg-Zertifikat gibt ihm die Sicherheit, eine von Leitlinien gestützte Behandlung durch auf MS spezialisierte Neurologen und andere MS-Fachkräfte zu erhalten. „Ein vertrauensvolles und ehrliches Verhältnis zu den Therapeuten ist wichtig für ein Leben mit MS. Wir wollen, dass die Menschen sich wohlfühlen“, fasst Sonja Lipke, Fachkrankenschwester mit dmsg-Zertifikat zusammen. Beständige Standards, wie sie durch eine Zertifizierung geschaffen und geprüft werden, geben den Patienten und deren Angehörigen eine verlässliche Orientierung.

Oberarzt Dr. med. Christoph Schattenfroh

 

 

 

Seit 1952 ist die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. Fachgesellschaft, Dienstleister, Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung. Sie vertritt die Belange von mehr als 240.000 MS-Erkrankten und deren Angehörigen in Deutschland. Zudem unterstützt sie die MS-Grundlagenforschung und aussichtsreiche Forschungsprojekte mit dem Ziel, die Therapiemöglichkeiten und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Diesem Zweck dient auch der Aufbau eines deutschen MS-Registers, das verlässliche Daten zur Krankheit Multiple Sklerose und zur Versorgungssituation der Patienten in Deutschland erfasst.