Eröffnung der Selbsthilfe-Fotoausstellung „Gemeinsam stärker“ im Klinikum Lippe Detmold

In dieser Selbsthilfe-Fotoausstellung berichten Menschen aus dem Kreis Lippe darüber, was sie bewegt hat in eine Selbsthilfegruppe zu gehen und was die Selbsthilfegruppe für Sie bedeutet. Die abgebildeten Personen stehen beispielhaft für viele tausend Engagierte in der Selbsthilfe. Es ist ein mutiger Schritt, sich mit seinen persönlichen Themen der Öffentlichkeit zu zeigen.

Die ansprechenden Portraits ziehen die Betrachter in ihren Bann und berühren mit ihrer Offenheit.

„Ich habe gemerkt, dass es für mich besser ist, wenn ich offen damit umgehe, dass ich jahrelang gesoffen habe.“ meint Thomas Rathmann, der seit fünf Jahren trocken ist. Er hat zusammen mit seiner Frau die Startbahn Lemgo e.V. gegründet. Hier treffen sie sich regelmäßig mit anderen Menschen, deren Leben der Alkohol lange fest im Griff hatte. „Ja, es hat Mut gekostet, als ich das erste Mal vor anderen Menschen gesagt habe, dass ich keinen Alkohol mehr trinken darf.“ ergänzt Thomas Rathmann. „Inzwischen ist es leichter. Wir haben bei der Ausstellung mitgemacht, um uns persönlich zu zeigen und damit anderen den Weg zur Selbsthilfegruppe zu erleichtern.“

Die Ausstellung war bis zum 27.09.2018 im Haus des Paritätischen zu sehen und hatte hier viele begeisterte Besucher. Anfang 2019 ist die Fotoausstellung dann im Klinikum Lemgo zu sehen.

Einige der abgebildeten Personen haben eine besondere Verbindung zum Klinikum Lippe, denn sie engagieren sich für „Selbsthilfefreundlichkeit im Klinikum“, u.a. in dem sie im Qualitätszirkel „Selbsthilfefreundlichkeit“ mitarbeiten. Im letzten Jahr wurde das Klinikum Lippe erneut als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet und kooperiert in diesem Rahmen  erfolgreich mit Selbsthilfegruppen und der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Kreis Lippe. „Wir arbeiten mit dem Klinikum Lippe zusammen, um Patientinnen und Patienten auf Selbsthilfe hinzuweisen und über die Möglichkeiten der Selbsthilfe zu informieren“,  so Silke Stegelmann von der Selbsthilfe-Kontaktstelle. „Durch diese gute Zusammenarbeit wird Selbsthilfe im Klinikalltag sichtbar und kann nach dem Klinikaufenthalt eine Stütze für den Alltag sein“. Birgit Kelle, die Selbsthilfebeauftragte des Klinikums beschreibt ihre Aufgabe: „Ich helfe, die Wünsche der Selbsthilfegruppen mit den Möglichkeiten  des Klinikums in Einklang zu bringen – eine spannende und für beide Seiten lohnenswerte Aufgabe.“

Die Fotoausstellung ist ein besonderer Weg Selbsthilfe  Gesichter zu geben  –  der nur durch die Förderung der AOK Nordwest in Lippe diese Aspekte von Selbsthilfe in Lippe – möglich war.