Das schwache Herz – Informationsveranstaltung im Rahmen der Herzwochen 2017 der Deutschen Herzstiftung

Herzseminar für Patienten, Angehörige und Interessierte am Montag, den 06. November 2017, von 18:00 bis 20:00 Uhr in der Detmolder Stadthalle.

Detmold. Mehr als drei Millionen Menschen sind in Deutschland von einer chronischen Herzschäche betroffen – Tendenz steigend. Die Zahl der stationären Behandlungen liegt mit 445.000 (2015) für die chronische Herzinsuffizienz fast doppelt so hoch wie für den akuten Herzinfarkt, trotzdem ist vielen Menschen das Krankheitsbild der Herzschwäche nicht bekannt.

Woran merkt man, ob man an einer Herzschwäche leidet? Je nach Verlauf werden akute und chronische Formen der Herzschwäche unterschieden. Bei der akuten Herzinsuffizienz ist meist die plötzlich auftretende Luftnot (z.B. bei Hochdruckentgleisung oder Herzrhythmusstörungen) so ausgeprägt, daß die Betroffenen den Notarzt rufen. Sehr viel häufiger ist die chronische Herzinsuffizienz, bei der sich die Hauptsymptome der eingeschränkten Belastbarkeit und der Luftnot z.B. beim Bergangehen oder Treppensteigen langsam zunehmend zeigen. Oft sind es erst Wassereinlagerungen in den Füßen und Beinen (sog. Ödeme), die die Patienten veranlassen, einen Arzt aufzusuchen.

Warum ist Herzschwäche so gefährlich? Bei der chronischen Herzschwäche nimmt die Pumpkraft des Herzens soweit ab, daß nicht mehr genügend Blut und damit Sauerstoff und Nährstoffe zu Organen wie Gehirn, Nieren oder Muskeln gepumpt werden. Im fortgeschrittenen Stadium kann Herzschwäche zu massiven Beschwerden in Form von Luftnot, Beinödemen und mangelnder Belastbarkeit bei den Betroffenen führen. Sie beeinträchtigt stark ihren Alltag und bedroht ihr Leben – vor allem durch bösartige Herzrhythmusstörungen. Etwa 44.500 Patienten sterben jedes Jahr in Deutschland an den Folgen der Herzschwäche.

Was verursacht eine Herzschwäche? Herzschwäche ist keine eigenständige Krankheit, sondern die Folge anderer Herzerkrankungen, vor allem der koronaren Herzkrankheit (KHK), des Herzinfarktes und des Bluthochdrucks. Aber auch Herzrhythmusstörungen, Herzmuskelentzündung, und Herzlappenkrankheiten sind mögliche Ursachen.

Was kann man gegen Herzschwäche tun? Herzschwäche ist oft eine schleichende Erkrankung. Deshalb ist es wichtig, sie frühzeitig zu erkennen und konsequent zu behandeln. Am Klinikum Lippe stehen exzellente medikamentöse und medizintechnische Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ein qualifiziertes Herzinsuffizienz-Team bestehend aus einer Oberärztin und einer speziell geschulten Krankenschwester koordiniert die stationäre und ambulante Versorgung der Patienten.

Im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung informieren wir über Ursachen, Therapie und Versorgungsstrukturen bei chronischer Herzschwäche. Die Veranstaltung bietet Raum für persönlichen Fragen und Diskussionen

  Prof. Dr. Stephan Gielen, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin lädt ein.