Ärztekammer und Klinikum Lippe informieren Gymnasiasten über Medizinstudium und das Berufsfeld Arzt

„Der schönste Beruf, den es gibt“

Detmold. Braucht man Biologie als Abiturfach, um Medizin zu studieren? Und was passiert, wenn man als Arzt einen Fehler macht? Die Schüler des August-Hermann-Francke-Gymnasiums hatten allerlei Fragen an Dr. Alexander Graudenz, Vorsitzender des Verwaltungsbezirks Detmold der Ärztekammer Westfalen-Lippe, der die Schüler der Q1 über den Zugang zum Studium und den Beruf des Arztes informiert hat.

„Es ist ein stressiger Beruf“, gab er gleich zu Beginn seines Vortrages zu bedenken, „aber es ist für mich immer noch der schönste Beruf, den es gibt, vor allem der des Landarztes.“ Die Zugangsvoraussetzungen zum Medizinstudium seien streng. „Nicht einmal mehr mit einem sehr guten Abiturschnitt hat man überall die Garantie auf einen Studienplatz“, berichtete Graudenz, „Ich hoffe auf veränderte Zugangsmodalitäten in der geplanten Medizinischen Fakultät OWL.“

Sophia Lades, Assistenzärztin in der Neurologie am Klinikum Lippe in Lemgo hatte aber ein paar hilfreiche Tipps für die Schüler, wie sie bei der Studienplatzsuche vorgehen sollten: „Die einzelnen Unis wählen 60 Prozent der Medizinstudenten selbst aus. Sie können Ihre Chancen verbessern, wenn Sie zum Beispiel das Pflegepraktikum direkt nach dem Abitur machen.“ Lades hat dies auch getan und seinerzeit einen Studienplatz an der Universität Frankfurt bekommen. Nachdem sie ihr Praktisches Jahr am Klinikum Lippe absolviert hat, konnte sie den Schülern auch erste Anekdoten aus ihrem Alltag als Assistenzärztin in der Neurologie mit auf den Weg geben.

Auf die Frage, ob sie glücklich mit ihrer Berufswahl sei, antwortete sie voller Überzeugung: „Ja, in der Medizin kann man den Menschen sehr viel geben, wenn man mit ihnen redet. Das gefällt mir sehr.“

Die Schüler des August-Hermann-Francke-Gymnasiums hatten Graudenz und Lades im Rahmen ihres Projektes „Beruf und Zukunft“ eingeladen, in dem sie sich über unterschiedliche Berufsbilder informieren und mit Menschen aus der Praxis sprechen.