18. November – Bundesweiter Vorlesetag der Stiftung Lesen

Vorlesen fördert die Lesefreude bei Kindern

Bei dem Projekt „Mein Papa liest vor… und meine Mama auch!“ der Stiftung Lesen handelt es sich um einen Vorleseservice für Väter und Mütter. Allen Unternehmen, die sich am Projekt beteiligen, stellt die Stiftung Lesen ein Vorlese-Dossier mit Informationen und Tipps zum Vorlesen sowie wöchentlich eine neue Vorlesegeschichte zur Verfügung – beides als Download-Möglichkeiten für das Intranet des Unternehmens.

Welche literaturbezogenen Aktivitäten im Elternhaus fördern die Leseentwicklung?

Vorlesen im Vorschulalter eine besondere Bedeutung für die Ausprägung der Lesefertigkeiten der Kinder hat. Das familiäre Leseumfeld kann somit den Erfolg im Lesen- und Schreibenlernen voraussagen. Wir empfehlen sowohl das gemeinsame
Bilderbuchlesen als auch die Unterstützung beim Lesen- und Schreibenlernen, z. B. durch das Betrachten von Büchern mit Buchstaben. Die gezielten Lehraktivitäten wirken sich auf die Lesefähigkeiten und das Lesen in der ersten Klasse aus.
Das Vorlesen zeigt stärkere Auswirkung auf den Wortschatz sowie das Textverständnis und das Lesen in der dritten Klasse. Besonders auch das „dialogische Vorlesen“, bei dem das Kind aktiv in ein Gespräch über die Inhalte des vorgelesenen Textes eingebunden wird, führt zu einer Verbesserung des Wortschatzes der Kinder. Erste wissenschaftliche Studien bestätigen, dass dialogisches Vorlesen positiv für den Leselernprozess ist, wenn beim Vorlesen die Aufmerksamkeit speziell auf die Schriftsprache gerichtet wird.

Mögliche Misserfolgserlebnisse durch die Leseschwäche in der Schule verunsichern die Kinder und sie entwickeln eine Abneigung gegen das Lesen. Zum Abbau von Leistungsängsten und zur Verbesserung der Lernmotivation begleiten wir, in der Klinik für Kinder- und Jugendspychiatrie die Kinder durch eine Psychotherapie. Bei psychischen oder psychosomatischen Symptomen wie Schulangst, Selbstwertkrisen, Bauchschmerzen oder Übelkeit vor schulischen Anforderungssituationen sind auch Entspannungsübungen, Selbstsicherheitstraining und Spieltherapie als psychotherapeutische Behandlung notwendig und hilfreich.